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"HAVE YOU ALREADY CHOSEN?" Passing the old and originally kept entrance area and the sales section which has been fitted into the beautiful Rococo Period salon, one reaches the “Smoking Salon” as well as the spatially generous salons on the first and second floor. On the first cold day of the year all the ladies of esteem and importance came by Demels and drank a cup of hot chocolate. Demel has always been a much loved meeting point of the aristocracy as well as of the bourgeoisie. |
| "HAVE YOU ALREADY CHOSEN?"
Just as 200 years ago, the guests are spoken to in the third person and are asked what they desire. The staff, that has always been female, was called Demelinerinnen by the Viennese. Nowadays, just like in the past, the Demelinerinnen wear plain black uniforms with a bit of white also showing. The cultivated impersonality of the Demelinnerinnen was a trademark of the Demel. A mixture of the royal plural and keeping one’s distance was set up due to the discontinuance of using titles. |
"HAVE YOU ALREADY CHOSEN?" One feels that one is well taken care of but not badgered when the third person is in use. One knows that one is being well looked after in a professional manner without having the feeling that the provision of this service is a grace. Do you want to find out more about this? Then go straight to the Demel. (Friedrich Torberg, "Die Tante Jolesch") |
| KAKANISCHE RELIKTE Die Demel-Fräulein gehören enger und inniger zur Hautevolee als der Xandi Kinsky, der Dolfi Starhemberg und der Tatschkerl Auersperg. Sie tragen auf ihren Blusen unsichtbare Erinnerungs-medaillons an Altösterreich. (Gotthard Böhm: Essay in K.u.k. Hofzuckerbäcker Demel.") |
DIE KULTIVIERTE UNPERSÖNLICHKEIT DER DEMELERINNEN Hingegen wird auch dem „unterklassigen“ Besucher die Vergünstigung der indirekten Anrede zuteil, einer nur beim Demel erhältlichen Mischung aus Majestätsplural und kühler Distanz, die durch den Fortfall des Titels hergestellt wird. "Wurden schon bedient?" hält eine diskrete Mitte zwischen dem abrupt zu-packenden "Wurden Herr Baron schon bedient?". Man fühlt sich in der dritten Person umsorgt, aber nicht bedrängt. |
| DIE KULTIVIERTE UNPERSÖNLICHKEIT DER DEMELERINNEN Man weiß sich in sachlicher Hut, ohne ihre Gewährung als Gnade zu empfinden zu müssen. Wünschen mehr darüber zu erfahren? Dann gehen bitte zum Demel. Definitionen könnten hier nur plumpen Schaden stiften." (Friedrich Torberg, „Die Tante Jolesch“) |
DAS WISSEN UMS GUTE "Und dann mag es geschehen, dass er die gerade vorüber-trippelnde Frau Paula nun schon zum drittenmal bitten muss, doch endlich abzuservieren und auf dem Tisch ein wenig Platz zu schaffen. Das tut die Frau Paula dann auch und trippelt ein paar Schritte weiter - macht aber plötzlich kehrt, setzt die Tasse wieder ab und deutet mit mahnendem Finger auf den nicht aus-getrunkenen Rest der Schokolade: "Das Beste lassen stehn", sagt die Frau Paula. Und dann weiß man wieder ganz genau, warum man zum Demel geht." (Friedrich Torberg, „Die Tante Jolesch“) |